Junge Talente sind Grenzgänger. Sie haben auf ihrem bisherigen Entwicklungsweg Grenzen getestet und werden es auch in Zukunft tun. Sie wollen mehr und geben sich mit dem Standard nicht mehr zufrieden. High Potentials stellen mit ihren Ansprüchen die Welt nicht nur in Frage, sondern manchmal auch auf den Kopf. Gleichzeitig sind sie die Hoffnungsträger im Fachkräftemangel. Jeder will die gut ausgebildeten Spezialisten haben. Dabei stolpern Unternehmen schon seit Jahren über die Aufgabe, Talente finden, entwickeln und halten zu wollen. Geradezu rätselhaft sind die Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Ziele der jungen Hoffnungsträger.
Die brandaktuelle Frage bleibt daher: Wie geht eigentlich artgerechte Haltung für High Potentials?

 

Artgerechte Haltung für mich

Dass ich ein High Potential war, ist mir erst viele Jahre später bewusst geworden. Nach meinem erfolgreichen Assessment im Jahr 2000 habe ich die Frage „Was muss Mannesmann Mobilfunk tun, damit sie lange bei uns bleiben?“ als eine Standard-Frage eingeschätzt. Logisch, man muss den Kandidaten ja nicht direkt mit Lorbeeren überschütten. Im Laufe meiner Entwicklung ist mir dann aber immer mehr klar geworden, dass ich im Konzern tolle Chancen geboten bekommen habe. Die meisten Angebote habe ich dankend angenommen und mich zusammen mit den Aufgabengebieten entwickelt: vom Gesprächs-Coach, zum Projektleiter und schließlich zur Führungskraft. Auf die diversen Zwischenschritte gehe ich hier nicht weiter ein.

Parallel dazu gab es selbstverständlich viele Seminare, Talentprogramme und Beurteilungsgespräche. Mit anderen Worten: Ich kann nicht meckern! Oder doch?

Nennen wir es lieber Erkenntnisse einer schrittweisen Selbstreflexion. Ich habe mich häufig selbst gefragt, wohin meine Reise gehen soll. Als Antwort hat mir viele Jahre ein „Naja, irgendwie weiter, nach oben!“ genügt. Solange, bis ich mir diese Antwort nicht mehr so einfach geben konnte, bzw. damit nicht mehr zufrieden war. Der Zeitpunkt des Ausstiegs war nach über 12 Jahren im Konzern gekommen. Wie das genau passiert ist, dazu schreibe ich später noch mehr.

 

Karriere? Ja, aber bitte artgerecht!

Warum ich diesen Schritt gegangen bin?Der Grund dafür war die tiefe Überzeugung, dass meine Karriere noch wesentlich artgerechter hätte sein können. Ich hatte lange das Gefühl, dass mein Karriereweg mich geformt hat und nicht umgekehrt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass High Potentials heute wesentlich kritischer mit sich selbst und ihrem Bauchgefühl umgehen. Sie hinterfragen Entwicklungsschritte, wollen sie aktiv gestalten und Spielräume geboten bekommen, statt hinzunehmen, was man ihnen bietet.

 

Was Sie hier erwartet:

Der Sprung in die Selbständigkeit als Trainer und Coach für junge Fach- und Führungskräfte wurde (und wird) von einer Überzeugung getragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass mein Karriereweg mich zu den entscheidenden Erkenntnissen gebracht hat, wie man High Potentials artgerecht entwickeln und halten kann. Immerhin habe ich 12 Jahre für ein und den gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Eine klare Seltenheit, in Hinblick auf die unzähligen Jobmöglichkeiten, die jungen High Potentials heute geboten werden. Auch nach über 5 Jahren Selbständigkeit pflege ich noch intensiven Kontakt zu meinen Kollegen, Chefs und Mitarbeitern. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Vodafone einiges richtig gemacht hat. Gleichzeitig fallen mir etliche Beispiele dafür ein, wo es nicht ganz so artgerecht gelaufen ist.
Von diesen Erkenntnissen profitieren meine zufriedenen Kunden bereits seit über 5 Jahren. Auf Basis meiner (Management)Erfahrung überarbeiten wir gemeinsam Seminare und Entwicklungsprogramme für junge Fach- und Führungskräfte.

Mein Ansatz ist dabei recht einfach: Was damals gut war, geht noch besser! Was damals schlecht war, geht erst recht noch besser!
Zu welchen konkreten Ideen, Strategien und Wegen dieser Ansatz geführt hat, erfahren Sie hier.

Ich freue mich auf Sie als Leser, Herausforderer und Impulsgeber.
Ihr Henryk Lüderitz

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